3 einfache Charakterportraits

So funktioniert's

Fotografieren lernen | 15. Mai 2022

Dunkel, wenig Licht und keine Farbe: Wenn draußen mal wieder schlechtes Wetter ist oder du einfach nur etwas Neues ausprobieren möchtest, sind die folgenden 3 Charakterportraits vielleicht genau das richtige für dich.

3 Charakterportraits schwarz weiß

Du brauchst:

  1. Eine Kamera + Objektiv (optimal sind rund 85mm)
  2. Softbox 90cm (Blitz oder Dauerlicht)
  3. Abschatter schwarz 2x (mindestens 90 x 60cm)
  4. Hintergrund schwarz
  5. Reflektor 2x

Wenn du noch nicht so viel Fotoausrüstung besitzt - keine Panik. Sofern du eine Kamera hast, kannst du mit etwas Kreativität alles nachmachen.

zu 2) Falls du keine Softbox hast, tut es auch eine große Tageslichtlampe. Eine Softbox ist deshalb gut, weil sie weiches Licht erzeugt. Tageslichtlampe + Diffusor beziehungsweise helles Laken / Tuch davor funktioniert aber auch super.

zu 3) Als Abschatter können dir einfach zwei schwarze Stück Pappe dienen. Solltest du keine schwarze Pappe zur Hand haben, kannst du einfach einen alten Karton mit Edding schwarz anmalen.

zu 4) Solltest du keinen schwarzen Fotohintergrund besitzen, geht auch ein schwarzer Vorhang - hauptsache dunkel, denn davon lebt ein Charakterportrait. Das ganze funktioniert natürlich auch vor einer weißen Wand - dann ist das Ergebnis aber ein anderes, da der weiße Hintergrund reflektiert.

zu 5) Und selbst wenn du keinen Reflektor besitzt, tun es auch zwei große Styroporplatten aus dem Baumarkt (oder von deiner letzten Bestellung bei IKEA).

1. Frontlicht mit zwei Abschattern + Reflektor

Aufbau Material für Frontlicht

Jung & schlank - das perfekte Licht für Models ab 40! ;-)

Die Softbox wird in dieser Situation unmittelbar vor dem Model platziert. Da das Licht von vorne kommt werden alle Poren gut ausgeleuchtet und sind hinterher auf dem Foto kaum noch erkennbar. Außerdem sorgt Licht von vorne für eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung. Die schwarze Pappe verleiht dem Gesicht etwas Schatten an den Seiten - das Model wirkt schlanker. Den Reflektor kann das Model ganz einfach in der Hand halten. Dadurch werden Augen und Hals etwas aufgehellt. Kommt hier kein Reflektor zum Einsatz, sind deutlich mehr Schatten unter dem Kinn zu sehen, außerdem sind die Augen dunkler. Mir persönlich gefällt auch die zweite Reflexion im Auge sehr, die du nur hast, wenn du einen Reflektor nutzt.

Charakterportrait mit Frontlicht
Frontlicht

2. Seitenlicht mit zwei Abschattern + Reflektor

Aufbau Material Rembrandt Licht

Zur ersten Szene ändert sich hier nur die Position der Lichtquelle. Durch die seitliche Beleuchtung entsteht das berühmte Rembrandt-Licht (Dreieck unterm Auge). Die Abschatter absorbieren das Licht - die linke Gesichtshälfte bleibt dunkel. Um das Kinn und die Augen aufzuhellen, kommt erneut ein Reflektor von unten zum Einsatz.

Charakterportrait mit Rembrandtlicht
Rembrandtlicht

3. Seitenlicht mit einem Abschatter und zwei Reflektoren

Aufbau Material mit Reflektor

Das dritte und letzte Portrait funktioniert genauso wie das zweite, nur tauschen wir hier den der Lichtquelle gegenüberliegenden Abschatter gegen einen Reflektor. Das Licht aus der Softbox wird reflektiert und hellt die linke Gesichtshälfte etwas auf. Je nachdem wie weit du aufhellen möchtest, musst du den Reflektor entweder näher dran oder weiter weg positionieren.

Charakterportrait mit Reflektor
Seitenlicht + Reflektor

Das war's schon. Ganz leicht und gibt coole Fotos. Viel Spaß beim Nachmachen!



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